Hurrikan – Zeit

Am 1. Juni beginnt die Hurrikansaison in der Karibik. Eigentlich liegt Tobago ausserhalb der Zugbahnen der verherenden Stuerme. Der taegliche Wettercheck beim amerikanischen Hurrikan Zentrum in Miami ist trotzdem Pflicht. Zunaechst zeigt die Wetterkarte eine Passatstoerung auf Hoehe der Kapverdischen Inseln. Im Laufe der naechsten Tage entwickelt sich eine tropische Depression, daraus wird schliesslich ein ausgewachsener tropischer Sturm mit dem Namen “Bret”. Die vorausberechnete Zugbahn verlaeuft genau ueber Tobago. Die Windvorhersagen fuer die Nacht von Montag auf Dienstag liegen bei moderaten 20 Knoten bis hin zu gefaehrlichen 80 Knoten, je nach Vorhersagemodell.

Die Nachbarschiffe auf unserem Ankerplatz verlassen die Insel Richtung Trinidad. Wir verziehen uns in ein sog. “Hurricane hole”, eine Lagune die fast vollstaendig von Mangroven umgeben ist und einen sehr guten Schutz bietet. Stuendlich beobachten wir das Satellitenbild. Am Ende haben wir Glueck und der Hauptkern zieht ueber Trinidad und wir bekommen nur viel Regen mit einigen staerkeren Windboeen ab. Nachdem sich das Wetter und die See beruhigt haben verholen wir uns am uebernaechsten Tag zurueck in die Storebay.

Zur Abwechslung haben wir uns fuer einen Tag ein Auto gemietet. Die ersten Kilometer ist das Linksfahren noch ungewohnt. Doch bei der defensiven Fahrweise der Tobaganer findet sich Sascha schnell zurecht. Wir erkunden die kleinen Ortschaften und wunderschoenen Buchten der Insel. Unser Favorit ist die Englishmansbay, menschenleer und eingerahmt von Palmen und Huegeln. Andere Touristen sehen wir so gut wie keine. Bevor wir das Auto abgeben muessen, nutzen wir es noch fuer einen Grosseinkauf beim Inselsupermarkt “Penny Savers”.

Naechste Woche segeln wir nach Grenada. Wie es dort weitergeht erfahrt ihr im naechsten Bericht.

 

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